Mädchengesundheitsladen

Angebote für Fachkräfte

Der Mädchengesundheitsladen ist eine Präventions- und Beratungsstelle zur Gesundheitsförderung, sexuellen Bildung sowie Sucht- und Gewaltprävention für Mädchen und jungen Frauen im Alter zwischen 8 und 23 Jahren.

Aufgabe und Ziel

des Mädchengesundheitsladens ist es, Mädchen und junge Frauen darin zu unterstützen, ein positives Selbstbild und Körpergefühl zu entwickeln, eine Auseinandersetzung mit ihrer Situation als heranreifende Frau zu ermöglichen und Weichen für die Akzeptanz der eigenen Sexualität und Weiblichkeit zu stellen, denn:  Mädchen und junge Frauen mit einem stabilen Selbstbewusstsein sind eher in der Lage, sich bei Schwierigkeiten Unterstützung und Hilfe zu holen und Herausforderungen und Probleme extrovertiert zu lösen anstatt auf nach innen gerichtete und eventuell selbst schädigende Art und Weise.

 

Workshops für Mädchen

Auf Anfrage führen wir mit Mädchengruppen aus Schulen, Wohngruppen, der offenen Jugendarbeit oder anderen Einrichtungen Workshops zu Themen wie körperliche Entwicklung in der Pubertät, Identität, Menstruation, Liebe, Freundschaft, Sexualität, sexuelle Identität, sexualisierte Gewalt, Verhütung, Schönheitsideal, Essstörungen, Selbstverletzendes Verhalten, Selbstbehauptung, Konfliktkompetenz, Mobbing, Klassenklima  sowie Gewalt- und Suchtprävention durch.

Ferner bieten wir in den Sommerferien Kurse zu Selbstbehauptung an, zu denen sich Mädchen gerne anmelden können.

AuĂźerdem haben wir Infoflyer zu verschiedenen Themen, siehe auch Download.

 

Fachberatung

Für Kolleginnen und Kollegen aus Einrichtungen, die ihrerseits Mädchen betreuen und begleiten, bieten wir Fachberatung und kollegiale Supervision an.

 

Fortbildungsangebote des Mädchengesundheitsladens

Für Fachkräfte und Interessierte bieten wir Fortbildungen und Informationsveranstaltungen innerhalb unseres thematischen Zusammenhangs an. Unter Anderem können Sie folgende Fortbildungen bei uns buchen:

 

Nichts leichter als Essen?! –  Essstörungen im pädagogischen Alltag

Im pädagogischen Alltag erleben wir viele Mädchen und junge Frauen, die ein gestörtes Essverhalten zeigen oder eine manifeste Essstörung entwickelt haben. Es stellt sich die Frage, warum Essen verweigert, in Unmengen zu sich genommen und anschließend erbrochen oder ständig übermäßig gegessen wird. Es gilt, die weiblichen Lebenslagen in den Blick zu nehmen sowie mediale Einflüsse und andere Entstehungsbedingungen zu betrachten. Welche Interventionen im Umgang mit Betroffenen sinnvoll und notwendig sind und wie Essstörungen im Rahmen der Präventionsarbeit behandelt werden können, sind dabei relevante Fragen für die Praxis.

 

Gewusst wie!! – Methoden in der Mädchenarbeit

Mädchenarbeit hat sich als eigenständiger Bereich der Jugendhilfe mit eigener Fachlichkeit und Methodik etabliert. Ziel von Mädchenarbeit ist es, Kompetenzen und Stärken von Mädchen sichtbar zu machen und deren individuellen Fähigkeiten zu stärken. Um erfolgreich zu sein, sollte Mädchenarbeit immer an den jeweiligen Möglichkeiten der Mädchen und an deren Lebensumständen orientiert sein und Elemente wie Lust und Kreativität nicht vernachlässigen. In dieser Fortbildung werden, neben theoretischen Inhalten und Übungen zur Selbstreflexion, vor allem methodische Anregungen für die Mädchenarbeit vermittelt.

 

„Wohin mit meiner Wut?“ – Aggressives und autoaggressives Verhalten von Mädchen

In vielen Feldern der Jugendhilfe, aber auch im schulischen Bereich, werden Pädagoginnen mit Mädchen konfrontiert, die sich selbst verletzen und damit in einem erheblichen Maße selbst gefährden. Auf der anderen Seite wird aggressives Verhalten von Mädchen gegenüber anderen vermehrt als Problem wahrgenommen. In dieser Fortbildung werden zunächst theoretische Inputs über Erscheinungsformen und Hintergründe zum Thema Aggression und Autoaggression vermittelt. Darauf aufbauend werden Interventionsstrategien und Deeskalationsmöglichkeiten erarbeitet sowie Möglichkeiten und Grenzen der pädagogischen Hilfestellung diskutiert. Anhand konkreter Fallbeispiele werden mögliche Interventionen aufgezeigt.

 

Streitkultur und Konfliktkompetenz von Mädchen

Pädagoginnen, die mit Mädchen und Mädchengruppen arbeiten, fällt immer mehr auf, dass es manchen Mädchen schwer fällt, sich an (Gruppen-)Regeln zu halten, gegenteilige Meinungen zu akzeptieren oder konstruktive Konfliktlösungsstrategien zu entwickeln. Einzelne Mädchen bzw. kleine Mädchengruppen werden von anderen Mädchen ausgeschlossen und abgewertet. Andere Mädchen wiederum scheinen keine anderen Handlungsoptionen als aggressives Verhalten zu kennen. Viele Mädchen leiden unter diesen Strukturen und Verhaltensweisen. Mit unserer Fortbildung möchten wir die Teilnehmerinnen qualifizieren, in ihrer Arbeit Methoden zum Thema Konfliktlösungskompetenz gewinnbringend einzusetzen und arbeitsfeldspezifische Angebote zu entwickeln.

 

Gender Trouble?

Ein Blick über den Tellerrand der Heteronormativität
Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Sex und Gender? Was bedeutet “queer”? Was ist der Unterschied zwischen Trans*sexualität und Intergeschlechtlichkeit? Welche Lebens- und Liebensformen gibt es noch jenseits der heterosexuellen Zweigeschlechtlichkeit? Was bedeutet dieses Wissen für meine Arbeit mit Mädchen bzw. Jungs? Wie gehe ich als Pädagog_in, Lehrer_in oder Elternteil mit den scheinbar nicht alltäglichen Identitäten und Orientierungen um? Diesen und anderen Fragen soll bei dieser Fortbildung Raum gegeben werden.

 

FEEL ALRIGHT 

Geschlechtsbezogene Arbeit mit Jugendlichen zum Thema gelingende Identitätsentwicklung in Zeiten der Vielfalt

der GesundheitsLaden e.V. bietet mit seinen Einrichtungen Mädchengesundheitsladen und Jungen im Blick eine Fortbildung für Multiplikator*innen an.
In dieser Fortbildung geht es um die Identitätsentwicklung als zentrale Aufgabe der Pubertät und die Herausforderungen, vor denen Jugendliche durch gesellschaftliche Normativitätsvorstellungen stehen. Mit der damit einhergehenden Herausforderung, als pädagogische Fachkraft sensibel und produktiv mit sexueller und geschlechtlicher Vielfalt umzugehen, die eigene Haltung zu reflektieren sowie die Bedarfe der Jugendlichen methodisch zu bearbeiten, werden wir uns beschäftigen. Der Fokus der Fortbildung liegt neben Theorie-Inputs auf Selbstreflexion sowie dem Kennenlernen und Erproben von Methoden.

 

„Und dann fällt ein schwarzer Vorhang vor mein Gesicht“ – Depressive Verstimmungen und Depressionen bei Mädchen und jungen Frauen

Im Bereich Gesundheit findet seit einigen Jahren eine Verschiebung von somatischen zu psychischen Erkrankungen statt. Depressionen und depressive Verstimmungen sind hierbei die häufigste Störung mit steigender Tendenz und Mädchen im Jugendalter sind besonders gefährdet. Bei diesem Fachtag werden zunächst verschiedene Aspekte und Faktoren, die für die Entstehung von depressiven Verstimmungen eine gewichtige Rolle spielen, vorgestellt. Im Anschluss wird anhand konkreter Beispiele aufgezeigt, wie pädagogische Fachkräfte mit diesem Thema in der Prävention umgehen können und wie eine gelingende Intervention gestaltet sein kann.

 

Natürlich können Sie uns gerne auch zu anderen Themen zu Fortbildungen, Fachtagen, Workshops und Vorträge in Ihre Einrichtung einladen.

Weitere Themenbereiche sind:

  • Mädchenspezifische Sozialisation
  • Pubertät
  • Körperidentität von Mädchen
  • Sexualität und sexuelle Bildung
  • Stress und Leistungsdruck
  • Mädchenspezifische Suchtprävention
  • Prävention von Gewalterfahrungen
  • Sexualisierte Gewalt
  • Genderbezogene Gesundheitsförderung
  • Mädchenspezifische Gesundheitsstörungen / mädchenspezifisches Risikoverhalten
  • Mädchenarbeit und Mädchenpolitik

 

Faltblätter und Broschüren

Faltblätter und Broschüren zu verschiedenen mädchenspezifischen Themen sowie unsere aktuellen Programme sind über den Mädchengesundheitsladen zu beziehen sowie teilweise als Download abrufbar.